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Gauthier: Herr Grinsinger ist zu gleicher Zeit Mit- glied zweier patriotischer Vereine gewesen, eines deutschen, des Sachsenbundes und eines französischen, der Fanfare! Was sagen Sie dazu?
Rièmer: Was halte Sie do d’rvun?
Durand: Was ich d'rvun halt?
Die Mitglieder der beiden Vereine: Ja?!
Durand: Eh bien, ich halt d’rvun, dass diss ganz in d'r Ordnung isch. (lebhafter Protest bei den Beteiligten) Die Haltung vun mim Unkel isch, wenn m’r sini Ansichte kennt, ganz logisch, ganz selbsverständlich ! (erneuter Protest)
Rièmer: Oho! Comment cela? —
Gauthier: Nanu! Wie so? —
Durand (schlau): Es isch manche von Ihne verlicht nit unbekannt, dass ich Sekretär vun d'r Friedensliga un vun d'r ligue franco-allemande bin. (Alles schaut sich fragend an) Zue minere grosse Fraid isch mir’s gelunge mine-n-Unkel for mini Idee ze gewinne. Unn üs dem Grund hett’r selbstverständlich gsuecht in de entgejegsetzte Laauer Füehlung ze gewinne.
Hans Grinsinger: Bravo! Bravo! So ist's recht, Alle Menschen sind ja Brüder!
Fritz Grinsinger (sich stolz aufrichtend): Ja, wie's denn doch hüsse-n-isch, ja, Ihr Herre, miner lieb neveu (fasst ihn bei der Hand) hett mich zue sine menschefrindliche-n-Idee bekehrt. Mini einzig ambition isch, e so e-n-Art Friddesaposchtel ze wäre!
Gauthier: Gegen diese Ideen muss ich als echter deutscher Patriot mit aller Energie protestieren!
Rièmer: Unn ich als Elsässer vum alte Schrot und Korn protestier également!