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Auguste (durch die Mitte eintretend, gefolgt von seinen Schwestern, Fräulein Gauthier, Durand, Ehrstein und Dr. Kneppchen): Was hör ich do?
Rièmer (zu Auguste): Um so besser, wenn Sie’s ghöert han, no brüch ich’s 'ne nimmi ze saaue.
Auguste: Tant mieux! No brüch ich au nimmi mit minere Verlobung mit d'r Mamsell Olga zeruck- zehalte.
Gauthier: Wie, was, habe ich recht verstanden?
Rièmer: Was hör ich do? Et neiji trahison ?!
Olga (zu ihrem Vater): Ja, hier Papa, stelle ich dir meinen Bräutigam vor.
Gauthier: Was, bist du von Sinnen?
Hans Grinsinger: Du wirst doch nichts dagegen zu obonieren haben?
Gauthier: Aber Onkel?! Nach allem, was vorgefallen ist?! Ich gebe meine Tochter keinem Franzosenkopf, dem Sohn von einem Landesverräter! (grosse Ver- wunderung in der Gesellschaft, die eben angekommen ist.) Niemals!
Olga: Aber papa! Was ist denn vorgefallen ?
Durand: En effet! Was isch denn do passiert, ihr mache jo alli Gsichter, wie wenn’r in ’s Leid kumme wärde?! —
Gauthier: Schlimmer wie das!
Auguste: Wie so? Qu'est ce qu'il y a?
Olga: Was ist geschehen, Papa? —
Gauthier: Was geschehen ist?! Sein sächsisches Vater- land hat Herr Grinsinger verraten! (Zustimmung)
Rièmer: Nein, ’s Elsässisch Vatterland hett’r verrothe.
de Rose: Messieurs! Il a trahi la France, sa patrie!
Lisa (lachend): So viel Vatterländer gitt’s jo gar nit!