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Rièmer: Ah, par exemple! (grosse Entrüstung unter den Mitgliedern der Fanfare.) Es leijt uff d'r Hand, dass vun hytt an alles fertig unn verbie isch zwische d'r Fanfare unn dir. Mir brüche kenn mouchard in unserer Societät! (Lebhafte Zustimmung.)
Die Mitglieder der Fanfare: A bas le traître!!
Fritz Grinsinger: Quel malheur! Quel malheur ! (Lässt sich verzweifelt auf einen Stuhl sinken.)
Gauthier (feierlich): Ich brauch Ihnen wohl nicht erst zu sagen, dass wir auch auf Ihre fernere Mitwirkung beim Sachsenbunde verzichten! Für solche Lands- leute bedanken wir uns. Für Verräter ist in unseren Reihen kein Platz!
Die Mitglieder des Sachsenbundes (teilweise mit vollem Mund): Schmeisst’n raus aus’m Bund! Hinaus mit dem Verräter!
Fritz Grinsinger (für sich): D'r Nundedié! Jetzt, wie sie mir min buffet-froid verdaxt han, ze han sie noch e frechi Gosch!
de Rose (vortretend): Monsieur, on vient de m'expliquer toute l'affaire, c'est une infamie! Une trahison! Et, j'espère que vous n'aurez plus l'audace de porter cette décoration que vous avez si peu méritée ! (Beifall bei den Mitgliedern der Fanfare)
Fritz Grinsinger (zieht den Orden aus, betrachtet ihn melancholisch und trocknet sich einige Tränen aus den Augen): Unn ich hab m’r e so Müehj gän ghett for'ne zu bekumme! Grandeur et décadence! — (verzweifelt) Isch denn niemes do wie m’r helft?!
Rièmer: So, unn ebb dass ich geh, ze will ich dir au noch saaue, dass vun ere fiançaille zwische minere Tochter unn dim Sohn nix wäre kann!