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noch fur e-n-End nemme?! (es wird eifrig Sekt zugegossen. Nach einer kleinen Pause klopft Grin- singer an’s Glas.)

Hans Grinsinger: Stillentzium!! Liewe Sachsenbrieder uud Sachsenschwestern, der geehrte Herr Vorrädner hat unser scheenes Vaterland hoch läwen lassen, dadrum fordere ich Sie auf das Gleiche zu tun. Worscht wieder Worscht, heest’s bei uns. Es lebe Frankreich! Vive la Frangss!

Gauthier (stürzt sich entsetzt auf Hans Grinsinger zu und hält ihm den Mund zu) Um’s Himmelswillen Onkel keine Dummheiten! (er flüstert Hans Grin- singer etwas in’s Ohr.)

Hans Grinsinger (ganz verwundert): Ach Blech? Na meinetwegen, wenn ’s so staatsgefährlich is, da schreien wir eben nicht: Vive la Frangss! sondern sagen ganz eenfach auf gut französch: A vôtre Sangtee! (Er stösst mit de Rose an, alle folgen seinem Bei- spiel und suchen das „à votre santé“ so gut es eben geht herauszubringen. De Rose verneigt sich höflich mit seinem Glase. Hans Grinsinger wendet sich wiederum Gauthier zu, mit dem er lebhaft diskutiert. Eine Anzahl Mitglieder gehen in den Garten.)

De Rose (zu Fritz Grinsinger): Si j'ai bien compris, ce malheureux a voulu entraîner la société à crier: Vive la France!

Fritz Grinsinger (nickt bestätigend): Parfaitement !

De Rose: Mais c’est insensé! Mais il faut que je serre encore une fois la main de ce brave (geht auf Hans Grinsinger zu und schüttelt ihm kräftig die Hand). Cher Monsieur, permettez moi de vous serrer la main, et croyez moi que je sais apprécier à sa juste valeur l'acte heroïque, l'acte sublime dont je fus le témoin!