— 86 —

tizen zu machen. Wenn die Musik zu Ende gespielt hat, tritt Gauthier vor und flüstert Hans Grinsinger etwas in’s Ohr.)

Hans Grinsinger: Stillentzium! Der Herr Präsident will reden! Stillentzium! (man hilft ihm Ruhe ver- schaffen, die Kinder werden zurechtgewiesen u.s.w.)

Gauthier (vortretend): Verehrte Anwesende! Liebe Mitglieder des Sachsenbundes! Ich bitte um die Er- laubnis, in Ihrer aller Namen dem jüngsten Mitgliede unseres Vereines herzlich zu gratulieren. (Beifall. Rufe: Ja! Prosit! Er lebe hoch! u.s.w.) Wie Sie alle wissen, hat unser allergnädigster König und Herr die grosse Gnade gehabt, unser liebes Mitglied Grinsinger zu dero Königlichen Majestät allerunter- tänigsten Hoflieferanten zu ernennen. (Lebhafter Bei- fall.) Liebe Mitglieder, wir können uns glücklich preisen, einen vielgeliebten König als Landesvater zu haben, der das Wohl und das Weh jedes einzelnen Untertanen jederzeit im Auge hat. (Lebhafter Beifall.)

Fritz Grinsinger (für sich): Ei liewer Alledaa!

de Rose: Je ne comprends pas un mot.

Gauthier: Und in diesem Sinne fordere ich Sie auf, mit mir auszurufen: Seine Majestät, unser allergnä- digster König, er lebe hoch! hoch! (Alles stimmt lebhaft mit ein. (Tusch.) Fritz Grinsinger steht wie vernichtet da. Alles gratuliert dem Redner und dann dem Gefeierten.)

Fritz Grinsinger (für sich): E Gewitter in e bal masqué.

Hans Grinsinger (zu Gauthier): Mei Gombliment!

de Rose (abseits): Je ne comprends toujours rien, quelle langue extraordinaire que cet alsacien!