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Gauthier: Das ist wirklich grossartig, dass gerade ein Deutscher, der im Elsass lebt diesen ehrenvollen Schädel hat! Da muss mächtig Kapital draus ge- schlagen werden!
Fritz Grinsinger (für sich): 's kummt als besser!
Hans Grinsinger: Gottverdimmig, dei Bild bringe m’r in de Woche und schrei'm drunter Hoflieferant Grinsinger, mit seim urdeitschen Schädel.
Gauthier: Donnerwetter, das ist ein Vorschlag!
Fritz Grinsinger (für sich): Heiliger Sebastian!
Dr. Kneppchen: Hm! Leider kann ich das nicht zu- geben, da wir uns diese Entdeckung für unsere wissenschaftliche Arbeit vorbehalten müssen.
Fritz Grinsinger (für sich): Schüeni Üssichte!
Ehrstein: Speziell in meiner Doktorarbeit gedenke ich den Fall ausführlich zu behandeln.
Fritz Grinsinger (für sich): Hol dich d'r Deifel mit dinere Dokterarweit!
Dr. Kneppchen: Hm! Daran ist nicht zu zweifeln, diese Entdeckung wird unbedingt Furore machen! Herr Grinsinger übertrifft nämlich um ein Erkleckliches den Schädel eines sächsischen Staatsanwalts, Prä- sident des Generalverbandes der sächsischen Krieger- vereine, den ich bisher für den rassenreinsten deutschen Schädel gehalten habe.
Gauthier: Das ist ja wirklich sehr schmeichelhaft, sehr ehrenvoll für Herrn Grinsinger. Gratüliere noch einmal herzlichst! (schüttelt ihm kräftig die Hand)
Hans Grinsinger: Ja, mir Grinsinger! Mir sein helle! Aber bild d'r nur nich zu viel druf ein, den Schädel haste von dein’n Grossvater.