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Madame Grinsinger (von rechts): Do sin zwei Lädle for dich ankumme, ein’s ingschriwwe.
Fritz Grinsinger (knöpft das erste Schächtelchen auf, seine Frau das zweite): Frau, Alles geht nooch Wunsch! l'étoile de Grinsinger brille encore au firmament! — D’Fanfare kummt am Sundaa! Unn was d’Hauptsach isch, bis dort anne isch’s Hüs vun denne lätze Visite gsiefert. D'r Dr. Kneppchen verreist üewwermorje, miner lätz cousin am Samschtdaa, unn so Gott will, ze kummt in ere wielan d’r Auguste heim unn isch fianciert mit d’r Mamsell Rièmer.
Madame Grisinger: Tant pis.
Fritz Grinsinger: Dass dü diss awwer allewyl ver- wechselsch, tant mieux heisst's in dem Fall.
Madame Grinsinger: Tant mieux — ’s isch zue schwer ze bhalte.
Fritz Grinsinger (liesst die Aufschrift des Schäch- telchens): Muster ohne Werth, (öffnet das Schäch- telchen und zieht ein violettes Ordensbändchen hervor) Muster ohne Werth! — Diss isch jetzt e schlechter Witz!
Madame Grinsinger: Oh, diss isch e Frechheit! C’est quelqu’un qui a voulu te prendre in’s Gschirr!
Fritz Grinsinger: Es gitt halt Lytt, wie glich jaloux üewwer eine sin!
Madame Grinsinger (hat ihr Päckchen geöffnet): A la bonne heure! Envoi du Baron de Rose. E ganzes Lädele voll Bändele.
Fritz Grinsinger: Frau, die kannsch m’r glich an mini Kleider mache, wie unseri lätze Visite furt sin. (Madame Grinsinger will abgehen)
Halt! Ich will eins anprowiere. (zieht eins wohl-