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Madame Grinsinger (von draussen): Ja, Mann!
Marie (durch die Mitte herein zu Fritz Grinsinger): Die Herre fröüje, ob Sie sie empfange könne? (über- reicht zwei Visitenkarten).
Fritz Grinsinger: Sie solle-n-erin kumme.
Marie: Ja, Herr. (ab).
Fritz Grinsinger: Isch diss m’r e lätzi Visit! Isch diss m'r e lätzi Visit! (Marie öffnet die Tür. Hans Grinsinger und Gauthier treten ein. Hans Grinsinger trägt Touristenanzug. Er ist sehr lebhaft. Gauthier: Beamtenfigur, militärisches Auftreten, schwarzes, krauses Haar. Gauthier stellt sich anfangs etwas abseits, um die Familienszene nicht zu stören. Er be- müht sich, korrekt deutsch zu sprechen, hat aber sächsischen Accent.)
Hans Grinsinger (freudig auf Fritz Grinsinger zu): Gott Strambach, ist das ne freid’ge Iberraschung! Vetter, mei lieber Vetter! (ergreift beide Hände Fritz Grinsingers.) Ich bummelte e bischen in d’r Schweiz ’rum, aber wie ’ch de Nachricht kriechte, da gabs ke Haltens mehr. Schwupp dich — ene Depesche, — uff de Eisenbahne und da bin ’ch! For de Familje is m’r nischt ze schade!
Fritz Grinsinger: Ja, gewiss!
Hans Grinsinger (sich zu Gauthier wendend): Das habt'r famos gefingert, ihr beeden Sapermenter, d’r Professor un du! (Zu Fritz Grinsinger, indem er Gauthier vorstellt.) Herr Gauthier, der Pflägesohn von meiner säligen Schwester. (Gegenseitige Verbeu- gung und Händedruck).
Fritz Grinsinger: Freut mich. — Wollen die Herren nicht Platz nehmen? (Zu Hans Grinsinger) Sie werden doch müde sein von der Reise?