31

Fritz Grinsinger (mit geheuchelter Freude): Wirklich, das ist aber schön! (für sich) Es grüsst m'r, wenn i dran denk.

Dr. Kneppchen: Sie sehen also, dass es Ihnen in nächster Zeit nicht an freudigen Überraschungen fehlen wird.

Fritz Grinsinger: Gewiss! Gewiss! (für sich) Kenn lätzi Uewwerraschung!

Dr. Kneppchen: Ja, Sie verzeihen, ich muss sehr eilig sehr eilig (zerstreut) Wohin war es nur? (schaut in sein Notizbuch) Was war es nur? Ah, richtig zur Bibliothek. Entschuldigen Sie meine Eile. Verzeihen Sie, wenn ich aufbreche. Empfehle mich. (verabschiedet sich)

Fritz Grinsinger (wütend im Zimmer auf und ab): Na, diss soll m'r emol jetzt nix sin! Wenn nur glich e Millionedunderweschbel in die sächsisch Verwandt- schaft ninschlaaue tät! Diss sin m’r jo schöeni Üs- sichte! (Jeannette und Lisa kommen von links, Au- guste von rechts.)

Madame Grinsinger: Mon Dieu!

Fritz Grinsinger (mit Wärme zu seinen Kindern): Jeannette, Lisa, Auguste, Lisa, Kinder!

Lisa: Was isch papa?

Jeannette: Isch ebs gschehn?

Auguste (fasst ihm den Puls): Isch’s d’r nit guet?

Fritz Grinsinger: Doch, awwer ich hab e Wueth! E Wueth wie e Hüs! Bedenke numme, was Ejer Babbe in drissig Johr gschafft hett, um d’Famili Grinsinger in d’Höh ze bringe, isch uff’s Spiel gsetzt durrich denne hergeloffene, üewwerzwärichene Pro- fesser üs Sachse!