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Fritz Grinsinger (schüttelt ihm die Hand): Besten Dank für die frohe Nachricht. Das ist jetzt schön.
Madame Grinsinger: Das macht jetzt meinem Mann Freude, auf diesen Titel hat mein Mann schon lange gespannt.
Dr. Kneppchen: Und die zweite Nachricht ist noch viel erfreulicher.
Fritz Grinsinger: Noch erfreulicher? Handelt es sich am Ende gar um einen sächsischen Orden?
Dr. Kneppchen: Doch nicht! Um etwas viel Er- freulicheres !
Fritz Grinsinger: Ja, kann es denn noch etwas Er- freulicheres geben ?! —
Dr. Kneppchen: Gewiss, gibt es das! Gewiss! Es handelt sich nämlich um Ihre Familie. Hören Sie, und staunen Sie, etwas was Sie wahrscheinlich selbst noch nicht wissen . . .
Fritz Grinsinger (zerstreut): Nein ich weiss es nicht . . .
Dr. Kneppchen: Mit einem Wort, Sie haben Familie in Sachsen. Heilige Familienbande verknüpfen Sie mit Sachsen, der Heimat Ihrer Eltern!
Fritz Grinsinger (verblüfft): Ah?! . . . So, so . . . sehr angenehm.
Dr. Kneppcehen: Ja, nicht ohne grosse Mühe ist es mir gelungen zu eruieren, dass Grinsinger, der reiche Rentner Grinsinger aus Leipzig, der Begründer einer grossen Aktienwurstlerei, Ihr leibhaftiger Vetter ist.
Fritz Grinsinger: So, so, sehr erfreulich! — (für sich) Sapristi.
Dr. Kneppchen: Der Präsident des hiesigen Sachsen- bundes, Herr Gauthier, der auch in verwandtschaftlichen Beziehungen zu Ihrem Vetter steht, erwartet jeden Tag seinen Besuch.