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Fritz Grinsinger: O, Sie stören gar nicht, Herr Professor, im Gegenteil.

Dr. Kneppchen: Ich habe Sie übrigens schon lange nicht mehr gesehen. (Das verwunderte Gesicht Grinsingers bemerkend) Ah, ja richtig, Sie waren ja in Paris. Verzeihung ich bin so zerstreut.

Madame Grinsinger: Das kann jedem vorkommen, dass er sich einmal verhopasst und verbabbelt.

Dr. Kneppchen (zu Grinsinger): Sie sind wohl ver- wundert mich noch hier zu treffen?

Fritz Grinsinger: Ja, gerade habe ich meiner Frau gesagt, wie sehr es mich freut, dass sie noch hier sind.

Madame Grinsinger: Ja, das hat er gesagt.

Dr. Kneppchen: Zu liebenswürdig. Ich werde halt so verwöhnt hier, dass es mir schwer fallen wird, mich von Ihnen zu trennen. Sie können aber sicher sein, ich werde wieder kommen, öfters wieder zu Ihnen kommen.

Fritz Grinsinger: So, das freut uns sehr. (für sich) Heiliger Bimbamm! Wenn de nur wüeschtsch wie!

Dr. Kneppchen (nachdenklich): Übrigens, wenn ich mich recht erinnere, habe ich Ihnen etwas Wich- tiges zu sagen (zieht sein Notizbuch heraus und blättert darin) Ach ja, richtig. Ich habe Ihnen zwei hocherfreuliche Mitteilungen zu machen.

Fritz Grinsinger: So? Da bin ich gespannt. (für sich) Es grüüst m’r schun!

Madame Grinsinger: Da bin ich jetzt wunderfitzig.

Dr. Kneppchen: Die eine betrifft Ihre Ernennung zum königlich sächsischen Hoflieferanten, welche nunmehr bevorsteht, wie mir mein Vetter mitgeteilt hat.