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Fritz Grinsinger: Diss will i glauwe, dass diss Buech succès wurd han! Bsunders, wenn’r mit warte bis an d'r Fasenacht, do wäre-n-r e Bumbegschäft mit mache ! (lacht wieder.)
Olga (Typus einer Studentin kommt mit einer Mappe unter dem Arm von rechts): Pardon, wenn ich derangier.
Auguste: Sie derangiere nit im geringschte.
Olga: Sie solle, wenn Sie so guet welle sin, nuff zuem Professor kumme uff sin Zimmer.
Fritz Grinsinger (für sich): Ah, was, der isch als noch do? —
Auguste: Im Auesblick (zu Fritz Grinsinger) Tu per- mets papa, dass ich dir d’Mamsell Gauthier vorstell, Stüdentin der Philologie. Sie helft im Professor Kneppchen bie d’r Abfassung vunn sim Werik.
Olga: D'r Herr Professor diktiert unn ich stenographier.
Fritz Grinsinger: Gauthier heisse Sie? Sin Sie ebbe in Famili mit'm Herr Gauthier, capitaine en retraite? ..
Olga: Nein, minner Babbe isch Beamter unn isch e ge- borener Sachs, er isch même Präsident vum Sachse- bund. Ejentlich heisse m’r Gauthier, awwer'sisch so e fuerichter Namme.
Fritz Grinsinger: Gauthier! En effet! — Ja, awer Sie redde jo elsässisch, wie am Schnürel.
Olga: Ja, ich bin au im Elsass gebore unn uffgewachse, ich bin Elsässere unn füehl mich au ganz als Elsässere.
Fritz Grinsinger (enttäuscht): Ah, zellewäj.
Olga: Ja, Sie exküsiere, ich bin arig pressiert, ich muess heim. (verabschiedet sich. Ab.)
Auguste: Ja, unn mir welle nuff zuem Professor! (ab mit Ehrstein nach rechts.)