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SZENE 5
Suzanne, Jean Brey (e bissel korpulent, het e kleins Köfferle in d’r Hand).
BREY: Tiens, lüij do, d’ Mamsell Suzanne, läwe Sie au noch? Ich hab gedenkt, in dem verlorene Nescht sin Sie am End schun lang g'storwe.
SUZANNE: Un do han Sie zue minere Licht kumme welle.
BREY: Sie henns geroote. Ich hab express de Gibus em Köf- ferle mitgebroocht.
SUZANNE: Dies esch nett vun Inne. Sin Sie vun der Gare ze Fuess kumme?
BREY: Ne, leider Gottes mit em Velo. Dies sin verdammti Waij do hinte. D’ halb Zitt haw’ich ’s Rad drucke muen. Ich schwitz awer jetz au, ken drucketer Fade haw’ich meh uff em Lieb (wischt sich d' Stirn ab).
SUZANNE: Do tät ich an Ihrem Platz glich nuff gehn un schan- schiere.
BREY: Nee, nee, die Geleijeheit e mol ung’stört mit Ihne bable ze kenne, will ich m'r doch nit entgehn lon. Schunsch isch jo doch allewiel e Tante hinter Ihne here, oder d’r Oscar scharwenzelt um Sie herum. Wie geht's denn im Oscar, macht'r brav Gedichtle?
SUZANNE: Dies weiss ich nit, er lest m’r kenni vor.
BREY: Er weiss w'rum. Sie täte ne jo doch numme üsslache. Ihne isch dies uewerspannt Gedues grad so zewieder wie mir. Sie passe e su weni zuem Oscar, as wie e Küh zuer e goldene Uehr.
SUZANNE: Was rede Sie do?
BREY: Stelle Sie sich nit e so dumm. Ich weiss doch weye was Sie do here g’füehrt wore sin. Die zwei Alte welle Sie mit em Oscar verkupple, awer ich hab glich gedenkt, dass Sie ne nit nemme. Im Büür g’hert Hawerstroh, un im Suzanne g’hört e Mann wie zuem passt.
SUZANNE: Ah, un was soll denn diess for e Mann sin?
BREY: Tenez, Mademoiselle Suzanne, versteckle m’r uns. nit. Sie wisse, dass ich en Au uff Sie geworfe hab?