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SZENE 4

Suzanne, die Vorigen.

SUZANNE (läbhaft un nadierlich, kummt vom Freie erin: d’ Händ voll Blüeme): Tante, luej emol die schöne Blueme, wie ich g’funde hab.

Mme LEWERMANN: Im Wald?

SUZANNE: Nee, um ’s Hüss erum, im Feld, hinte im Garte, uewerall wachse se, ganzi Hiffe haw’ ich abgerupft.

Mme LEWERMANN; Wart, ich hol e paar Wase, noo rangiere m'r se nin (ab).

OSCAR: Wenn Sie numme wisste, was Sie for e nettes Bild abgenn, mit alle denne Blueme, Mamsell Suzanne. Sie sehn üss, wie e Waldfee.

SUZANNE: Jetz drechsle Sie schun wieder Komplimente, helfe Sie m’r liewer die Blueme arrangiere. (Oscar helft.) Awer schicke Sie sich net so dumm.

OSCAR: Es freit mich, Mamsell Suzanne, dass Sie wenigschtens for d’ Schönheit vun de Blueme empfänglich sin.

SUZANNE: Ich hab d’ Blueme allewiel gern g'het.

OSCAR: Un dass Sie d’ Poesie, wie in e su ere Bluem leijt, doch anerkenne.

SUZANNE: Ja, sie rieche guet un han netti Farwe.

OSCAR: Un schun allein ihri Näme sin voll vun köschtlicher Poesie.

SUZANNE (rasch): Ja, dies sin Fingerhuet, un dies Plapperoose, dies sin Haasemiilele un dies Katzegigele, un zell isch stin- kigi Hoffart, rieche sen emol; un wenn ’s Frühjohr wär, hät ich gewiss au noch Schwizerhosse im Garte g’funde; do hen Sie ihri Poesie.

OSCAR: O Mamsell Suzanne, muen Sie m'r alli Illusione nemme. Es gitt doch au Blueme wie Vergissmeinnichtle un Morje- stern heisse. Awer Sie muen natierlich grad d’ allerpro- saischte erüsssueche. Han Sie denn gar kenn Fantasie? Sehne Sie sich denn nit e bissel nooch ebs Höcherem?

SUZANNE: Gottlob nee. Es g’fallt m’r ganz guet do unte. Su lang as ich guete Apetit hab un d’ ganz Nacht schloof, bin ich zefridde.