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fünfhundert Liwer schuldi. (Er setzt sich so an den Tisch, daß er dem Publikum das Gesicht zukehrt.) Zweihundert Liwer isch e bissel ari viel, awer m'r mießt jo so wie so ebbs genn. (Er schreibt): „Sehr geehrter Herr Marbach, erlaube mir hiermit gütigst, Sie daran zu erinnern“....

Sophie (mit Karcher von links; leise zu Karcher): Kumme Sie; do sitzt 'r un schriebt.

Anatole (sie bemerkend): Sin die als noch nit ferdi? Ja, ja, wer minere-n-Alt emol in d'Händ gerooth . . . . (Er steht auf; zu Sophie): Ich geh nüwwer, wenn de witt ....

Sophie: O nein, blie numme, m'r dhüen dich nit lang deranschiere.

Karcher: Mir isch's au liewer. (Anatole setzt sich wieder und schreibt: Karcher und Sophie setzen sich gleichfalls.)

Sophie (affektirte Sprache): Ja, denke Sie, ich dhädd züe gern emol nüwwer uff Bischwiller fahre. ’s isch doch e-n-ari schöns Städtel. Min Mann könnt freijli nit mitkumme, er isch ze präoggubiert, er het andri Sache-n-im Kopf. Awer was schadt dis? Ellein amesiert m'r sich jo viel besser. (Leise zu Karcher) : Jetz saaue Sie doch ebbs.

Anatole: Die verkohlt denne-n-arme Jules, daß 'r blöuj anlauft. Un ich kann nit schriewe. (Er zerknüllt den beschriebenen Bogen und wirft ihn ärgerlich in den Papierkorb.)

Karcher: Ihr Mann möcht gern . . . .

Sophie: Was der gern möcht, geht mich nix an. Wenn m'r so lang ghirot ish, möcht m'r au e bissel changement han. Drum denk ich, daß mir zwei uff dere partie-plaisir, wo ich proposiert hab, famos amesiere wäre.

Karcher: Was for e Partie-Pläsier ? (Sophie zwinkert ihm lebhaft zu.)