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Yoyotte: Die Botschaft find miner Glauwe nit, sie isch falsch. Mini Eltere verkaufe mich nit.
Aristide: Prinzess, d'r Kinj het die Botschaft mit ajener Hand gschriewe, un het mir 's Vertröje gschenkt, den- ne Brief im Maharadscha Maja Raja persönlich ze üewerreiche.
Yoyotte: Ich kann's nit glauwe, ich kann nit. Nie un nie.
Maja: Haha, glauwe odder nit glauwe. Es gibt e Hochzitts- fescht so herrlich un prachtvoll wo d’ Welt noch nie gsehne het, e Fescht, wo Arm un Rich mitjubiliere soll. Yoyotte, dü Wunderbluem (risst sie an sich) min bisch, min, un niemes derf dich mir näme. Heiliger Mann, ich loss dich bewirte wie e Füerscht, dü bisch min hochangsehner Gascht, un ich bitt dich zue mim Hochzittsfescht.
Aristide: Ich dank dir vun Herze, Herr, un wüensch dir un dinere Frau Glüeck uff alle Wäj. Noch ebbs möcht ich dir saaue. Im Land vum Kinj Gourmand isch e grossi Hungersnot üssgebroche; es gibt ball nix meh ze esse. Sei so lieb, hocher Herr, un schenk dem arme Land vun dim Richtum, vun dim Uewerfluss.
Maja: Guet! Ebb dü min Land verlosch, isch e Schiff voll- gelade mit Gold un Edelstaan unterwäjs.
Aristide (schmutzt d'r Saum vum Kleid Maja’s): Miner Dank, Füerscht, dü bisch edel, dü hesch e guet's Herz. Noch e Bitt hab ich an dich. Loss uns e Moment ellaan.. Mir wöelle mitnant zuem Himmel e Dankge- bet schicke, dass ‘s Glüeck üewer euch wache soll in alli Ewigkeit.
Maja: Es sei, heiliger Mann. (Ab links.)
Aristide: Prinzess, laj d' Händ zamme zuem Gebet, un knej anne.
Yoyotte: Dü bisch ken heiliger Mann.
Aristide: Nein, bin ich nit.
Yoyotte: Dü bisch e verkleider Deifel.
Aristide: Bin ich au nit. Ich bin d'r Heidideldum,
Yoyotte (schwankt) : Gott!