45

Maja (steht mit verschränkte Aerm vor e‘re) : So! Mit alle Mensch witt guet sin? Recht so. No bisch au mit mir guet.

Yoyotte (uff): Loss mich. hesch mich mine Eltere gschtohle.

Maja: Haha! Diss fraid mich jetzt noch, dass mir der Streich gelunge isch. Wenn diner Kinjsbabbe dich will, soll er‘s browiere dich ze hole. Es gäng-em nit guet.

Yoyotte: bisch e Tyrann! E Raiwer!

Maja: Prinzess, vergess nit, dass in mine Händ bisch, Awer ich verzeih dir, wiel ich dich anbet, wiel ich din Herz gewinne will.

Yoyotte: Nie! Nie! Gib mir e Dolch, das ich’s erüsschnied, no kannsch's han.

Maja (lächelt) : Nein, nit so, Prinzess. O, ich hab Geduld, ich wart bis din Herz waich wurd.

Yoyotte: Gott, gibt's denn ken Uesswäj. (Suecht e Tüer.)

Maja: Es nutzt dich nix, Prinzess. Hochi Müüre schüetze miner Palascht, un alli Tüere sin bewacht. Betracht miner Richtum, mini Diamante, Smaragde un anderi Edelstaan. Sie sin din, min ganz Land isch din. sollsch bie mir läwe wie d’ vornehmscht vun alle Kin- gine. Din Heimetland isch geje min’s e Armehüss, un diner Kinjsbabbe e Bettler. Kumm zue mir, dass ich din Goldhoor strich, dass ich in dini Aue sehn kann, die diefblöüj sin wie e dunkler See.

Yoyotte (setzt sich, grient),

Maja: Grien nit min Herz. Schick dich drin, no wurd alles guet. Ich gib dir Feschtlichkeite, die an Glanz noch nie erlebt hesch. Ich schenk dir fufzig wissi Elefante, un hunderti vun Dienere sin dini Sklave. D'r Himmel uff Erde schenk ich dir.

Yoyotte: Was nutzt mich die Pracht un die schöne Kleider, in die mich gezwunge hesch, wenn min Herz for Leid bluete dueht? Sterwe will ich. Sterwe!

Maja: Sterwe? Allewiel sterwe. (Geht nervös uff un ab, schlaat einmol uff d’r Gong.)