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Niesatt (wenn 's Ballett ferdig isch): Jetzt wölle mer schlöfle un traime. (Gähnt, sinkt um.)
Müsik: Melo.
Kinigin: O wie bin ich müed, müed. (Fallt in e Sessel.)
Yoyotte: Un mir falle d’ Aue zue. Schlof hab ich, so schlof. (Sinkt in e Sessel.)
Langue de chat: Ich sink um for Schlof. (Sinkt um.)
Bonbonnière: Mir falle um. (Gähnt.)
Aristide: Alli schlofe, d’ Kinigin, sogar d’ Prinzess. Gott, wie schön sie isch. B’hüet dich Gott, dü schönes Kind, Näm’s in dini sicher Hand. Füehr's zeruck in’s Heimetland, Dass-es dort min Herzel find.
(D’ Müsik hört uff.)
Kinj (geht matt geje vorne, setzt sich uff e chaise-longue) : Oje, aye, ich hab zeviel gesse, es wurd mer, es wurd mer — aye. Hofmediküs Opodeldock, wo bisch? Mach mer e Fassreif um de Büch, ich hab Angscht er ver- springt mer. Hofmediküs, helf mer. Hört denn niemes? Heidideldum, bloss mer mit dinere Klarinett uff d'r Büch, ich hab e Hitz drinne wie im e Bachoffe. Hei- dideldum, aye, oweh!
Aristide: Herr Kinj, wo fehlt’s?
Kinj: Hol mer d’r Hofmediküs. Lauf, renn, aye.
Aristide (schüettelt n'e) : Hofmediküs, he, wach uff. (Ze- ruck.) Herr Kinj, er schloft wie e Felse. Herr Kinj, was soll gschehn, was wär din Begehre?
Kinj: O liewer Heidideldum, es isch mer sterwesweh; ay-ay, auweh. Im Maaue bumbelts, im Büch rumpelts grad wie e Gewitter, Ich will haamritte. Ruef d’r Stallmaisch- ter Schimmel, er soll glich d‘ Pferd sattle. Dummel dich.
Aristide (schüettelt 'ne) : Stallmaischter Schimmel, sollsch d’Pferd sattle. He, ho, hü Schimmel. (Zeruck.) Herr Kinj, er schnaricht un schloft wie e Toder.
Kinj: Weck ‘ne ebb dass-es ze spot isch, schüett-em Was- ser in’s Gsicht, pfätz-em in d‘ Wade. Oweh, aye.